Motivation
Eine Permutation einer Menge ist eine bijektive Abbildung dieser Menge auf sich selbst. Jede Permutation lässt sich als Produkt von Transpositionen (Vertauschungen zweier Elemente) schreiben — auf viele Arten, aber die Parität der Anzahl solcher Transpositionen ist eindeutig. Das Signum fasst genau diese Parität zusammen: für eine gerade, für eine ungerade Permutation.
Das Signum ist allgegenwärtig: Es definiert die Determinante über die Leibniz-Formel, die alternierende Gruppe (Kern der Signum-Abbildung) und das Vorzeichen in zahllosen kombinatorischen Identitäten.
Formale Definition
Schreibe in Einzeilen-Notation, also als Liste der Bilder . Klassisch ist das Signum über die Fehlstände (Inversionen) definiert:
Praktischer — und der Weg, den dieser Rechner geht — ist die Zykelzerlegung. Jede Permutation zerfällt eindeutig in disjunkte Zykel. Ist ihre Anzahl (Fixpunkte zählen als 1-Zykel), so gilt
Der Exponent ist die minimale Anzahl von Transpositionen, deren Produkt ergibt: Ein Zykel der Länge ist ein Produkt von Transpositionen, und die Längen aller Zykel summieren sich zu .
Durchgerechnetes Beispiel
Wir nehmen in Einzeilen-Notation — also , , (die Vorbelegung des Rechners oben).
Zykel finden. Start bei : schließt den Zykel . Es bleibt : ist der Fixpunkt . Also
Signum berechnen. Mit und :
ist also ungerade — was man auch direkt sieht: ist eine einzige Transposition.
Häufige Fehler
- Fixpunkte vergessen: In zählen alle Zykel mit, auch 1-Zykel. Lässt man Fixpunkte weg, wird der Exponent falsch.
- Einzeilen- vs. Zykel-Notation verwechselt: als Einzeilen-Notation ist die Permutation mit — nicht der Zykel .
- Keine gültige Permutation: Jede Zahl muss genau einmal vorkommen. Doppelte oder fehlende Werte ergeben keine Permutation — der Rechner weist solche Eingaben ab.
- Parität mit Wert verwechselt: Das Signum ist immer oder , nie der Exponent selbst.